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Zwei Tage für zwei Stunden

Wenn heute um 19:30 das Jazz Konzert im alten Elbe-Werk in Rosslau beginnt, dann empfängt die Halle ihre Gäste in perfektem Anblick. Die Bühne steht vor den großen Fenstern und sieht so aus, als stünde sie immer Dort. Die Leuchten werfen perfekt abgestimmtes Licht auf die Bühne und die Sitze stehen in Reih und Glied, als hätten sie nie woanders gestanden. Aber das ist natürlich quatsch. Damit die Halle genau so aussieht, haben Techniker, Bühnenbauer und Lichtdesignern hart gearbeitet. 


Aufbau der Konzerthalle im Zeitraffer 
von Tobias Bader

Nachdem alles steht und nichts mehr wackelt, kommt der Feinschliff. Raimund Holland-Moritz ist Klavierbaumeister. Er ist dafür verantwortlich, dass der Flügel nicht leiert und quietscht. Er muss voluminöse, ausdauernde und satte Töne von sich geben, dann stimmt alles. Aber das ist natürlich nicht so einfach. Speziell in einer Halle wie den Elbe-Werken. 

Raimund Holland-Moritz stimmt den Konzertflügel 
von Tobias Bader

Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidende Faktoren, beim stimmen eines Flügels. Das Problem daran ist, dass Mittags komplett andere Werte herrschen können als Abends bei der Vorstellung. Raimund Holland-Moritz erzählt, dass sein Chef ihn einmal während eines Konzertes anrief und sich erkundigte, ob er denn tagsüber wirklich den Flügel gestimmt hätte. Natürlich hatte er das, aber die Veränderung der äußeren Bedingungen haben nicht mitgespielt und den Flügel wieder verstimmt. 


von Tobias Bader
von Tobias Bader
von Tobias Bader
von Tobias Bader
von Tobias Bader
 
 

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Center

An einem Tag wie diesem, benötigt er ungefähr eine Stunde bis er mit dem Stimmen fertig ist. Dann kommen noch die Musiker zum Soundcheck und um 19:30 geht's los. Zwei Stunden später ist dann schon wieder alles vorbei: Flügel, Licht, Bühne und Instrumente werden wieder abgebaut und die Halle verfällt zurück in seine Leere.

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