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Aller guten Dinge sind drei Live

Von Stephan Schulz | 15. März 2015

Ein Sprichwort sagt: Aller guten Dinge sind drei. Demnach regiert der SPD-Politiker Lutz Trümper ein letztes Mal für sieben Jahre als Oberbürgermeister in Magdeburg. Der 59-Jährige hat die heutige Wahl gegen sieben Herausforderer überlegen gewonnen. Auf Twitter nennt man ihn bereits „Mister 70 Prozent.


Oberbürgermeister Lutz Trümper regiert erneut für sieben Jahre in Magdeburg. 
von Stephan Schulz

Ich ahnte bereits, dass es so kommen würde, denn die Magdeburger sind in ihrem Wahlverhalten sehr zuverlässig. Sie gehen entweder gar nicht zur Wahl oder sie wählen ihren Lutz Trümper.


Auch andere Journalisten sahen dem Ausgang des Wahlsonntags eher routiniert entgegen. „Wer die Wahlspannung nicht erträgt, kann der Nashorndame im Zoo beim Trächtigsein zugucken, twitterte Alexander Dinger von der Volksstimme. Ich glaube, er meinte es ironisch.



Als ich seinen Tweet las, hatte der Fraktionschef der Linkspartei, Wulf Gallert, noch Träume. Er twitterte ebenfalls und wünsche seinem Parteifreund Frank Theile alles Gute für die Oberbürgermeisterwahl in Magdeburg. „Auch eine Monarchie kann beendet werden“, schrieb er mit Blick auf die seit 2001 andauernde Amtszeit von Lutz Trümper. „Typisch Gallert“, dachte ich, „der muss immer übertreiben.“ 




Am Ende des Wahlsonntags steht fest: Lutz Trümper hat den Hattrick geschafft. Der Diplomlehrer für Biologie und Chemie wird zum dritten mal in Folge das Zepter als Oberbürgermeister in Magdeburg schwingen. Daran konnte auch Edwina Koch-Kupfer nichts ändern, die von der CDU ins Rennen geschickt wurde, um die Macht von Lutz Trümper zu brechen. Doch sie erhielt nur zehn Prozent der Wählerstimmen. Das ruft im Internet Spötter auf den Plan. Der User Lars Frohmüller twitterte: „Die CDU ist nicht der FC Bayern. Spieler einkaufen bringt halt auch keinen garantierten Wahlsieg.



Allerdings hat die Wiederwahl von Lutz Trümper einen großen Makel: Die Wahlbeteiligung lag nur bei 35,5 Prozent. Das ist bedenklich. Der User Lars Frohmüller formulierte es sarkastisch: „In sieben Jahren ziehen die zehn Leute, die zur Wahl gehen, einfach Hölzchen…“ Ich finde, das sind keine schönen Aussichten.

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