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"Pi – dschi – pi kennt hier kein Abgeordneter!" oder: Wenn die NSA-Affäre den Landtag beschäftigt Live

Von Kerstin Palzer | 15. November 2013

Sebastian Striegel von den Grünen macht sich Sorgen um das Blackberry von Reiner Haseloff.
In seiner Rede vor dem Landtag zitiert der als nicht gerade größter Fan des Ministerpräsidenten bekannte Abgeordnete einen Sicherheitsexperten:

"Ein Blackberry gehört in keine sicherheitsbewusste Firma und noch viel weniger in die Hände deutscher Geheimnisträger im öffentlichen Bereich.“


 
Dann rät Stiegel zu Datensparsamkeit und zum Verwischen von Spuren im Internet - zum Beispiel durch "PGP", ein Schutzprogramm, "das hier kein Abgeordneter kennt". Er ruft heraus, dass PRISM, Tempora und andere Schnüffelprogramme uns alle angingen und blickt dabei auf Abgeordneten-Kollegen, die kommentarlos bei Facebook schreiben, Tweets verschicken und SMS tippen. Der MP sogar - genau! -  auf seinem Blackberry.

Und es wird noch schlimmer. Innenminister Stahlknecht bügelt die Warnungen ab. Er meint sogar: "Es wird die Amerikaner nicht interessieren, was Sie jetzt hier von sich gegeben haben!" und - vielleicht, mit einem Hauch Ironie: "Schade, dass Obama Ihre Rede nicht gehört hat!"

Holger Stahlknecht meinte allerdings auch noch, seine Gespräche würden von der NSA bestimmt nicht mitgeschnitten, dazu wäre er nicht wichtig genug. Gelächter bei der CDU.

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