Liveblog Sachsen-Anhalt

Kaffee-Blüte in Vietnam

Die Menschen im Osten Deutschlands haben traditionell eine enge Bindung zu Vietnam: Viele Vertragsarbeiter sind zu DDR-Zeiten Arbeitskollegen, Weggefährten oder sogar Freunde gewesen – auch im ehemaligen Kaffeekombinat Halle. Doch wie sieht der Alltag der Vietnamesen aus, wie lebt die Bevölkerung, wovon träumt die Jugend und was ist aus dem Kaffeeproduzenten für die ehemalige DDR geworden? Monique Pierard ist mit einem MDR-Fernsehteam vor Ort und schildert täglich ihre Eindrücke und Erfahrungen.

  • Auch wir sind stolz auf die Schreiberin und wünschen allen noch viele schöne Erlebnisse
    Moni, 3/11/2015 2:56:15 PM Uhr
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  • Schulbesuch - Gymnasium in Vietnam (Quelle: Rigo Richter)

    Monique Pierard, 3/11/2015 3:12:32 PM Uhr via YouTube
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  • Hier noch ein paar schöne Bilder aus der Schule

     Klassenzimmer der Schüler (Quelle: Rigo Richter)
     Unzählige Fahrräder der Schüler auf dem Schulgelände (Quelle: Rigo Richter)
     Schüler beim Morgenappell (Quelle: Rigo Richter)
     
     

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    Monique Pierard, 3/11/2015 4:11:51 PM Uhr
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  • Bonjour – Bienvenue à Da Lat


    Denn eigentlich waren es die Franzosen, die ihren Lebensstil und somit auch den Kaffee nach Vietnam gebracht haben. 1857 pflanzten französische Missionare die ersten Kaffeesträucher in Vietnam an. Traditionelle Architektur, Esskultur und Weinsträucher wurden ebenfalls eingeführt. Hauptgrund der 100 jährigen, französischen Kolonialmacht in Vietnam war der reichlich vorhandene Kautschuk. Hier in Da Lat kommt kaum asiatisches Flair auf. Der Krieg hat die gesamte Kultur zerstört. Dennoch ist es paradiesisch, fast schon kitschig. Da Lat wird nicht umsonst die "Stadt des ewigen Frühlings" genannt. Die 1500 Meter hoch gelegene Stadt ist das komplette Gegenteil zu Ho Chi Minh City. Milde Temperaturen und frische Luft! Kein Wunder, warum es die Franzosen ausgerechnet hierhin verschlagen hat. Es schrie förmlich nach Entdeckungstour. Pläne für den Tag: Weinberg, Seidenproduktion, Katzen-Kaffee.


     Französische Architektur in Da Lat
     Alte Lokomotive in Da Lat - Baujahr 1930 Esslingen
     Weinfabrik in Da Lat
     Weinflaschen aus Da Lat 
     Alte Lokomotive am Bahnhof
     Bahnhof von Da Lat 
     Europäische Architektur in Da Lat
     
     

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    Auf der Suche nach Weinbergen waren wir vergeblich in Da Lat unterwegs. Gefunden haben wir nur eine Winzervereinigung, welche seit 1994 in Da Lat Wein abfüllt. Die Mitarbeiter erzählten uns, dass der Boden hier nicht gut ist. Die Weinberge befinden sich in einem Nachbarort. Zu weit für uns, wir hatten noch viel vor und wenig Zeit. Die Weinproduktion (Lam Dong Food Stuff Truet Stock Co.) verarbeitet Rot- und Weißwein jeglicher Qualität. Verkauft werden die verschiedenen Sorten hauptsächlich nach Europa, Amerika, Japan, Thailand und Laos. In Vietnam wird allgemein nicht viel Wein getrunken. Die Erntezeit ist März/April. Die Produktionshallen durfte ich nur von außen fotografieren. Wenigstens ein paar leere Flaschen auf einem Förderband waren zu sehen. Ohne Drehgenehmigung funktioniert in Vietnam (leider) NICHTS. 


    "Herr Ober! Auf meinem Salat sitzt eine Raupe"

    Bei der Seidenherstellung hatten wir mehr Glück. Hier durfte sogar richtig angepackt und "probiert" werden. Unser Insektenspezialist Rigo kennt ihn genau, den "Bombyx Mori", auch Seidenspinner genannt. Die aus China stammenden Raupen leben ungefähr drei bis vier Wochen, bevor sie sich einen "abspinnen". Dieser Prozess dauert drei bis vier Tage. Danach ist der Kokon fertig und die Metamorphose beginnt. Die Raupe verwandelt sich in einen Schmetterling. Die Schmetterlinge leben anschließend nur ein paar Tage. In dieser Zeit vermehren sie sich, legen ihre Eier ab und der Kreislauf beginnt von vorn. In der Seidenproduktion werden die fertig gesponnenen Kokons mit heißem Wasser abgebrüht, um die Puppen im Inneren abzutöten. Die Seidenfäden werden mit Hilfe einer Maschine aufgedröselt. Ein Kokon besteht aus rund 50 Kilometer Seide. Die Fäden werden in verschiedenen Prozessschritten gereinigt, bevor sie für Seidenstickereien oder Textilwaren verwendet werden können. Nun ja - Barbara und Rigo haben es getan! Ich hatte mir bereits zu Hause vorgenommen, solche Experimente zu vermeiden. Ich kann also nur die Empfehlung von Barbara aussprechen. "Schmeckt wie Nuss". 


     Abgebrühte Larven aus dem Kokon
     Barbara schmeckt´s - eine Seidenlarve
     Aufdröseln des Fadens für die Maschine
     Seidenfaden vom Kokon
     Vietnamesische Arbeiterin sortiert die Kokons
     
     

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    Extrem - der teuerste Kaffee der Welt


    Es war einmal vor vielen, vielen Jahren...

    da lebten die Kaffeebauern zusammen mit ihren Familien in Angst und Schrecken. Nachts kamen böse Geister und stahlen den Bauern die Kaffeekirschen von den Sträuchern. Das wollten die Bauern nicht auf sich sitzen lassen und schlichen in der Nacht aus dem Haus. Versteckt hinterm Gebüsch konnten sie sehen, dass es gar keine Geister waren, sondern Katzen. Beruhigt gingen die Bauern nach Hause. Sie beschlossen, einfach die ausgeschiedenen Häufchen zu sammeln und sie als "normalen" Kaffee zu verkaufen. So in etwa hat es sich zugetragen, eine kleine Geschichte von mir. 
    Und hier sind sie anzufinden, die berühmten Civet Katzen, auch Weasel genannt. Diese Schleichkatzen "produzieren" den teuersten Kaffee der Welt. Sie fressen nur die besten und süßesten Kaffeekirschen. Im Magen des Tieres werden der Bohne viele Gerb- und Bitterstoffe entzogen. Nach der Fermentierung scheidet das Schleichkätzchen die unverdauten Bohnen wieder aus. Wenn es keine Kaffeekirschen gibt, fressen sie Obst und kleine Insekten. 
    Einen Wasserfall konnten wir uns auch bestaunen. Der Weg dahin war etwas schwierig, aber machbar. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu. Die Fahrt nach Vung Tau stand uns bevor - acht Stunden für 300 Kilometer. Ein letzter Blick über die Stadt. Der Sonnenuntergang war unbeschreiblich schön.

     Ausgeschiedene Kaffeebohnen der Schleichkatze
    Sonnenuntergang in Da Lat 
    Weg zum Wasserfall 
    Wasserfall in der Nähe von Da Lat 
    Schleichkatze bei der Mittagsruhe 
     
     

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    Monique Pierard, 3/11/2015 4:15:00 PM Uhr
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  • Seidenproduktion in Vietnam (Quelle: Rigo Richter)

    Monique Pierard, 3/11/2015 4:16:29 PM Uhr via YouTube
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  • Seidenraupen (Quelle: Rigo Richter)

    Monique Pierard, 3/11/2015 4:20:43 PM Uhr via YouTube
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  • Hallo ihr Lieben, täglich lese ich die Zeilen von eurem Blog. Patenkind ich bin stolz auf dich.
    Es ist sehr aufregend für mich. Vor allem bin ich vom Umfang der Berichte erstaunt. Mit Umfang meine ich nicht die Länge, sondern die Vielfältigkeit.
    Ich wünsche euch noch ein paar tolle Tage und uns noch ein paar Informationen.
    Viel Spaß noch und liebe Grüße.
    Viola, 3/12/2015 8:13:19 AM Uhr
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  • Meeresrauschen, frische Luft, duftende Blumen, Ruhe - wir sind in der Küstenstadt Vung Tau

    Der Wecker klingelt. Mein Unterbewusstsein sagte mir "geh zum Fenster"! Ich stehe auf, laufe zum Fenster, ziehe im Halbschlaf die Gardinen an die Seite. Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln meine Nase. Ich öffne das Fenster und gehe auf den Balkon. Das Meer rauscht. Ich lächle.


    Entdeckungstour

    Es war wieder soweit. Jeder konnte tun und lassen was er wollte. Für uns stand eine Mopedtour auf dem Plan. Nach dem Frühstück haben sich Long und Truc zwei Motorroller ausgeliehen. Es wurde nicht lange gefackelt. Helme auf und ab auf die Piste. Der Verkehr ist hier verhältnismäßig ruhig. Für meine Eingewöhnung war diese Situation sehr angenehm. Vietnam steht weit oben auf der internationalen Liste für Verkehrsunfälle. Eine Helmpflicht gibt es erst seit 2008, wobei es eher die rücksichtslose Fahrweise der Vietnamesen ist, welche die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Wie auch immer. Die ersten Meter waren geschafft. Ein herrliches Gefühl. Der Wind wehte mir im Wechsel warme und kalte Luft ins Gesicht. Ich schloss meine Augen. Die Gerüche vom Meer begleiteten unsere Fahrt. Ich wollte diesen Moment so lange wie möglich genießen und "Aua"! Truc´s Haare peitschten mir direkt ins Gesicht. Ihre derben Haare - wie Brennnesseln auf der Haut. Mein fusseliges Haar war sicher unter dem Helm verstaut. Nach ein paar Minuten erreichten wir unseren ersten Ausflugspunkt - eine 28 Meter hohe Jesusstatue. Sie wurde in den 70er Jahren erbaut. Ein fürchterlicher Weg mit 811 Stufen führte zu ihr. Bei einer Stufenhöhe von fünf Zentimetern musste man sich ziemlich genau auf die eigenen Tritte konzentrieren. Anstrengung pur. Oben angekommen, erholten wir uns von der Hitze. Wieder 811 Stufen abwärts. Dann ging es weiter zu einem Leuchtturm. Der Weg dorthin war beschwerlich. Wir hatten uns drei Mal verfahren, obwohl wir nach dem Weg erkundigt hatten. Vietnamesen zeigen nicht gern, wenn sie etwas nicht wissen. Deshalb geben sie einfach eine Antwort (in unserem Fall eine falsche Wegbeschreibung), um ihr Gesicht zu wahren. 

     Die Jesusstatue in Vung Tau
     811 Stufen bis zur Jesusstatue
     Die Vorfreude ist groß - Rigo, Long, Truc und Monique vor der Abfahrt
     Das junge Glück - Truc und Long
     Helmpflicht in Vietnam
     
     

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    Girls don´t cry?

    Die Fahrtstrecke war die Hölle. Nicht für Mopeds geeignet. Schlaglöcher, Sand, Steine. Meine liebe Truc hatte sich davon nichts entgehen lassen. Wie ein Äffchen klammerte ich mich an ihr fest. Ich sah uns bereits den Abhang runterstürzen. Innerliche Panik brach aus. Ich versuchte ruhig zu bleiben. Truc sah es gelassen. In nur äußerst schwierigen Momenten entfleuchte ihr ein zartes "Uh". Das war´s! Sie hatte nicht ein einziges Mal Angst während der Fahrt. Irgendwann hatten wir auch den Leuchtturm erreicht. Gott sei Dank. Nachmittag fuhren wir zurück zum Hotel. Durch unseren schönen Ausflug habe ich sogar ein bisschen Farbe ins Gesicht bekommen. Truc kann das nicht verstehen. Starke Gegensätze - während die Menschen in Deutschland ins Solarium gehen, gibt es hier in Vietnam Peeling- und Bleachingstudios, welche die Haut heller werden lassen. Der Freigang war vorbei. Um vier Treffpunkt in der Lobby. Berichterstattung über die Erlebnisse des Teams.

     Ausblick auf die Küstenstadt Vung Tau
     Leuchtturm
     
     

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    Eindrücke und Erlebnisse vom Team

    Holger war gerade auf dem Weg zur Jesusstaue, als er ein seltsames Krächzen aus einem Hinterhof hörte. Er sah eine junge Frau, die einen sechs Wochen alten Papagei mit einer Schaufel fütterte. Der Anblick erfreute ihn. Vögel sind hier sehr selten.
    Siegfried brachte mich wieder zum Schmunzeln. Ihm fehlte es an Bewegung. Unser Marathonläufer hat die Landschaft am Meer sehr genossen. Ich ziehe meinen Hut vor Siegfried. Während wir froh waren, etwas ausspannen zu können, legte er eine Strecke von sieben Kilometern zurück. Respekt!
    Robert verbrachte ebenfalls ein wenig Zeit am Strand. Die kleinen Krebse hatten sein Interesse geweckt. Er wollten einen fangen. Vergeblich. Erst mit viel Geduld und Mühe ist es ihm gelungen.
    Truc und Long haben die Ausfahrt mit den Mopeds sehr genossen. Während Truc der wenige Verkehr am besten gefallen hat, fand Long es recht langweilig. Ihm fehlte die Action auf der Straße. Für ihn war es auch das erste Mal, zusammen mit einem so starken Mann wie Rigo mit dem Moped zu fahren. 200 Kilo Gesamtgewicht! 
    Und unser Rigo? Er war traurig, weil ihm keine Lampenrarität während der Fahrt in die Hände geflogen ist. Kopf hoch, Rigo! Die Fahrt mit dem Motorroller hat ihn sehr beeindruckt. Vor allem, weil wir an Orte gekommen sind, die zu Fuß für uns nicht erreichbar gewesen wären. Während der Fahrt packte ihn ein Mann an den Armen und sagte "Vorsicht vor Diebstahl bei der Fahrt! Ihre Kamera." Eine sehr freundliche Geste, wie Rigo findet.
    Barbara und Sven waren ebenfalls bei der Statue. Beide sind sogar hoch auf die Arme von Jesus gelaufen. Die Treppe war einspurig und schmal. Bei Gegenverkehr hieß es Bauch einziehen. Die Anstrengung hatte sich gelohnt. Den Ausblick auf Vung Tau werden sie nie vergessen. Werner blieb lieber am  Boden. Er begeisterte sich an den vielen religiösen Skulpturen und Bildern. Die Figuren schildern die Geschichte zum letzten Abendmahl und weitere Höhepunkte aus dem alten Testament. Tam und Enrico hatten für uns ein Abendessen am Strand organisiert. Frische Dinge aus dem Meer und sogar ein Lagerfeuer sollte es geben. Abwarten, wie weit die Theorie von der Praxis abweicht.

    Vietnamesische Frauen baden im Meer - Schutz vor der Sonne durch Kleidung 
     Ein sechs Wochen alter Papagei bei der Fütterung
     
     

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    Meine Entdeckung des Tages: Finde den Fehler!


    Der Fußgängerüberweg endet an einer Hecke 


    Letztes Abendmahl in Vung Tau

    Die letzten Stunden am Meer. Das Essen am Strand war hervorragend. Nur das Lagerfeuer hatte nicht geklappt - es war zu windig. Morgen früh treten wir unsere letzte Reise in Vietnam an - die Fahrt zurück nach Ho Chi Minh Stadt. Dort habe ich noch viel vor. 



    Monique Pierard, 3/12/2015 4:45:00 PM Uhr
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  • Hallo Monique, ein interessanter Blog. Fahrt Ihr auch zu den Kaffeeplantage (Arabica!) in der Provinz Quang Tri, die in den 1990ern bis Anfang 2000er auch mit dt. EZ (GTZ, heute GIZ) weiter ausgebaut wurden und Beratung in der Veredelung der Kirsche erfolgte? Da gab es sogar eine Kooperation mit namhaften (und in Deutschland bekannten Kaffeevermarktern) in Form eines PPP (war damals noch sehr neu). Dieses, von (Gesamt-)Deutschland geförderte Projekt war die Weiterführung eines DDR-Projekts, dort geht es u.a. auch um Pfeffer (da ist VN mittlerweile auch Exportweltmeister). Evtl. kennt Hr. Kaulfuß es auch, Standort Tan Lam - Quang Tri. Ich selbst habe dort auch ein paar Jahre mitgewirkt... Weiterhin viel Erfolg + tolle Impressionen in Vietnam. VG, Tobias Barisch
    Tobias Barisch, 3/13/2015 12:21:58 AM Uhr
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  • Unser Ausflug mit dem Moped

    Monique Pierard, 3/13/2015 2:16:33 PM Uhr via YouTube
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  • Ho Chi Minh Stadt hat uns zurück - die letzten Tage in Vietnam

    Ich hatte ihn schon vermisst, den ohrenbetäubenden Lärm auf den Straßen. Endstation Ho Chi Minh City. Hier verbringen wir unsere letzten Tage in Vietnam. 

    Die Kinder aus Saigon

    Truc berichtete mir bereits bei unserem ersten Interview von den vielen, krebskranken Kindern in Vietnam. Als ehrenamtliches Mitglied setzt sie sich für diese Kinder ein. Hier in Ho Chi Minh Stadt werden die Kinder in einem speziellen Krankenhaus versorgt. Die Heilungschancen sind sehr gering. Um den Kindern ein wenig Abwechslung zu schaffen, organisiert Truc regelmäßig Spiel- und Basteltage. Diese Geschichte berührte mich sehr. Ich hatte Truc versprochen, ihr bei der Organisation zu helfen und die Kinder in Ho Chi Minh Stadt zu besuchen. Ich bin keine Wunderheilerin, aber ich weiß, dass es manchmal die kleinen Dinge sind, die ein Kind zum Lachen bringen können. In Deutschland packte ich eine große Kiste voller Spielsachen zusammen. Meine Enten- und Plüschtiersammlung, kleine Spielautos, rosa Armbänder und Seifenblasenspiele. Süßigkeiten besorgte ich mir vor unserem Besuch in der Stadt. Im Krankenhaus angekommen, durften wir am wöchentlichen Unterricht teilnehmen. Die Lehrerin stellte uns gewissenhaft vor. Natürlich lag die Aufmerksamkeit der Kinder nun nicht mehr auf den Schulbüchern. Ein kleiner Junge namens Duy nahm meine Hand und führte mich in den Klassenraum. Er konnte es nicht abwarten und wollte unbedingt in die Kiste schauen. Wir setzten uns auf den Boden und unterhielten uns, obwohl wir uns nicht verständigen konnten. Ich zeigte ihm, wie man eine Seifenblase macht. Er zeigte mir, wie toll er schon fotografieren kann. Nach dem Unterricht setzten sich die Kinder in einen Kreis und fingen an zu singen. Dann war es endlich soweit. Die Kinder waren so schnell an der Kiste, dass ich kein Foto davon machen konnte. Sie freuten sich sehr über meine kleine Überraschung. Duy präsentierte stolz seine "Seifenblasenmaschine". Zur Verabschiedung sang ein Mädchen für uns ein Lied. Sie hielt ein Plüschtier von mir fest im Arm und sang von ihrer Hoffnung auf Gesundheit. 


     Kiste mit Spielzeug für die Kinder
     Duy freut sich über seine Seifenblasen
    Die Kinder warten auf die kleinen Geschenke 
     Monique und Truc im Klassenzimmer der Kinder
     Der kleine Duy konnte es kaum erwarten
     Duy macht ein Selfie 
     
     

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     Kinder singen im Krankenhaus
    von Monique Pierard 3/13/2015 5:00:00 PM18:00


    Diese Zeilen sind mir heute besonders schwer gefallen. Ich habe vor den Kindern nicht geweint. Als wir das Klassenzimmer verlassen hatten, flossen bittere Tränen. Ich weiß, dass die Tränen nichts an dem Zustand der Kinder ändern können. Die Endlichkeit des Lebens war mir noch nie so bewusst wie heute...



    Monique Pierard, 3/13/2015 5:00:00 PM Uhr
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  • Ein Ausblick auf Ho Chi Minh City

    Ho Chi Minh City bei Nacht (Quelle: Rigo Richter) 


    Monique Pierard, 3/13/2015 5:05:00 PM Uhr
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  • Liebes Media-Team, lesen wir da zwischen den Zeilen gewisse Einschränkungen? Eigene Erfahrung kenn ja Auswirkungen gewisser Eigenbrödler in Einparteien-Diktaturen. Kommen im Land politisch kritische Fragen schlecht oder nicht an? Können über die Internetzugänge alle Websites erreicht werden oder sind staatliche Filter/ Bremsen aktiv? Dürft Ihr völlig frei berichten? Was ist aus Doi Moi, dem politischen Öffnungsprozess geworden? Gerade melden westliche Medien,
    die Gerda wieder, 3/14/2015 1:09:24 AM Uhr
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  • dass die Wirtschafsaktivitäten ausländischer Firmen durch bürokratische Hürden stark eingeschränkt sind. Was merkt Ihr davon?
    die Gerda wieder, 3/14/2015 1:09:25 AM Uhr
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  • Wie erlebt Ihr die Straßenkultur in HCMC? Liebe Grüße und noch intensive Erlebnisse vor der Heimreise!
    die Gerda wieder, 3/14/2015 1:09:27 AM Uhr
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  • .. sorry, die Meldung war vom Dezember: tuoitrenews.vn
    die Gerda wieder, 3/14/2015 1:09:28 AM Uhr
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  • Die vietnamesische Küche - frisch auf den Tisch

    Auch wenn nicht alles meinem Geschmack entspricht, eines muss ich der vietnamesischen Küche zugestehen - frischer geht nicht! Davon konnten wir uns heute nochmals überzeugen. Truc´s Familie hatte uns zum Essen eingeladen. 

    Lektion 1: Zubereitung von Pho

    Pho ist eine traditionelle Suppe. Sie wird zu jeder Tages- und Nachtzeit von den Vietnamesen verzehrt. An den Straßenecken gibt es sie überall zu kaufen, doch am besten schmeckt sie selbstgemacht. 
    Truc´s Familie freute sich über unseren Besuch. Wir durften gleich die Küche begutachten. Ihre Mutti hatte bereits alles vorbereitet. Hände waschen und los geht´s. Alles war schon geschnippelt. Gott sei Dank für meine zwei linken Hände. Aber was sind das alles für Blätter und Gewürze? Der Kochtopf auf dem Herd - was brodelt darin? 
    Eins nach dem anderen. Zuerst wird eine Brühe aus Rinderknochen und Ingwer gekocht. Der Ingwer verhindert, dass die Rinderknochen anfangen schlecht zu riechen. Eine Ingwerknolle bringt gleichzeitig einen frischen Geschmack in die Suppe. Die Brühe sollte zwei Stunden auf kleiner Stufe kochen. In einem Stoffbeutel werden Gewürze wie Sternanis, Zimt, Kardamom und getrocknete Mandarinenschale gelegt. Der Beutel kommt anschließend in die Brühe, damit die Gewürze ihren Geschmack entfalten können. Hinzu kommen geschnittener Rettich, etwas Limette, Frühlingszwiebeln, Sojasprossen, Petersilie, Koriander und Basilikum. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Serviert wird die Suppe wahlweise mit Reis oder Nudeln. Wirklich schmackhaft! Uns hat es allen sehr geschmeckt. Alle Zutaten aus dem Garten hinter dem Haus. Truc ist auch der Meinung: Bei Mutti schmeckt´s am besten! 

    Kurze Information zwischendurch: Auch die deutsche Küche ist in Vietnam vertreten. Mitten in Saigon ein Bratwurststand. Das habe ich mir nicht nehmen lassen. 

     Rinderbrühe
     Frische Kräuter und Gewürze für die Suppe
    Beutel mit Gewürzen 
     Deutsche Bratwurst in Vietnam
     Frische Zutaten für die Suppe
     
     

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    Als Dessert gab es dann noch ein leckeres Überraschungsei für mich.
     Enteneier werden in Lehm und Holzspäne gepackt und an der Luft getrocknet- eine natürliche Art, Lebensmittel für einen längeren Zeitraum haltbar zu machen. Die fermentierten Eier können über mehrere Jahre aufgehoben und anschließend verzehrt werden. Zur Feier des Tages gab es ein Ei für mich! Nicht ganz mein Fall, aber in Vietnam eine Delikatesse.

    Fermentiertes Ei (Quelle: Rigo Richter)
    von Monique Pierard



    Nach dem Ei ist vor dem Schnaps

    Auch Truc´s Tante hatte uns auf einen Besuch eingeladen. Nicht zum Essen, sondern zum Schnaps herstellen. 
    Der Reisschnaps wird aus verschiedenen Reissorten hergestellt. In einigen Teilen des Landes wird er heute noch traditionell nach einem alten Rezept zubereitet. Die gewünschte Reissorte (zum Beispiel Klebereis) wird gekocht und zum Abkühlen auf einer großen Bambusmatte ausgebreitet. Anschließend wird eine Art Hefe mit Enzymen versetzt und unter den Reis gemischt. Diese ist speziell auf die Herstellung von Reisschnaps abgestimmt. Danach wird der Reis in große Behältnisse geschaufelt, in denen er fünf Tage gelagert wird. In dieser Zeit findet der Gärungsprozess statt. Der Reis und die entstandene Flüssigkeit werden anschließend nochmals gekocht. Eine Filteranlage destilliert den Reiswein zu Reisschnaps. Super lecker mit 50 Promille. 



     Gekochter Reis auf einer Bambusmatte
     Spezielle Hefe wird unter den Reis gemischt
     
     

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    Letzte Tour mit dem Moped durch Saigon. Unbeschreiblich, schrecklich und schön.
    Morgen gibt es den letzten Bericht aus Vietnam. Mit einem weinenden Auge gehe ich zu Bett.


    Mopedtour durch Saigon 
    von Monique Pierard 3/14/2015 7:31:00 PM20:31













    Monique Pierard, 3/14/2015 5:20:00 PM Uhr
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  • Fragen rund um Vietnam:

    Torsten: In wie weit war Kaffee vor den 80er Jahren in Vietnam bekannt bzw. welche Rolle spielte er damals?

    Der Kaffee ist seit über 100 Jahren bekannt in Vietnam, aber er spielte damals eine untergeordnete Rolle (französisches Kolonialherrengetränk). Erst nach Ende des Vietnamkrieges 1975 kam die Kaffeeproduktion wieder in die Gänge und wurde zur Erwerbsgrundlage für landwirtschaftliche Arbeiter.

    Carina: Im Vergleich zum Kaffee, wie sieht es in der Bekleidungsindustrie aus? Wurde auch dieser Industriezweig durch die ehemalige DDR aufgebaut? 

    Es gab eine Kooperation mit der DDR über Arbeitskleidung. Es wurde Kleidung an die DDR geliefert. Dieser Industriezweig hat sich nach China und Bangladesch verlagert. Als neues Standbein ist die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte in den Vordergrund getreten. Vietnam produziert jetzt sogar aus seinen landwirtschaftlichen Rohstoffen marktfähige Endprodukte.

    Roland: Wie haben sich die Anbaustrukturen der Agrarprodukte in Vietnam durch den massiven Kaffeeanbau verändert? 

    Die Anbaustrukturen haben sich großflächig verändert. Kaffee, soweit das Auge reicht. Monokultur mit allen Vor- und Nachteilen. Ausgleichspflanzungen von Bäumen, Wäldern, Büschen und Sträuchern werden angelegt. Diese werden zwischen den Kaffeeplantagen gesetzt. Sämtliche landwirtschaftliche Flächen sind beackert. Wir haben keine ungenutzten Flächen gesehen. Kaffee, Reis, Pfeffer, Tee und Cashewnüsse sind für Vietnam die größten Devisenbringer.

    Ingo: Trinkt der Vietnamese Kaffee? Trinkt er nicht Tee?

    Tradition und Moderne treffen aufeinander. Der Tee spielt eine große Rolle, aber Kaffee wird in Vietnam immer beliebter. In einem Café bekommt jeder kostenlosen Tee gereicht. 


    Monique Pierard, 3/15/2015 4:15:08 AM Uhr
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  • Letzte Meldung von der Kaffee-Front

    Bummelletzte beim Kofferpacken.
    In einer halben Stunde ist Check-Out. Bis zum Rückflug noch genügend Zeit, um ein Souvenir zu kaufen. Eine kleine Erinnerung an diese unbeschreiblichen zehn Tage. Der Abschied von unseren Dolmetschern fällt mir schwer. Ein besonderes Happy End zum Schluss: Truc und Long haben sich während unserer Reise gefunden. Wir wünschen ihnen alles Gute. Vielleicht...?!?!?!

    Hier nun noch ein paar Arbeitsfotos von uns - wir haben keinen Urlaub gemacht! Bis zum letzten Tag fing die Fernsehkamera noch tolle, asiatische Motive ein. Von der Nachtsilhouette, einem überwältigenden Sonnenuntergang, mächtige Straßenszenen - einfach Leben pur in Saigon. Auch mein Fotoapparat wurde nochmal auf Höchstleistung gebracht.  


    Interview mit einem Vertreter der Firma Viet Duc 
     Unser Team ist universell einsetzbar - auch ein Redakteur macht einen guten Ton
    Unser Dolmetscher Long bereitet den nächsten Termin vor 
     Saigon bei Nacht
    Robert wartet auf seinen Einsatz 
     Interview in einer Lagerhalle von Saigon
     Interview beim Kaffeekonzern Viet Duc in Buon Ma Thuot
    Siegfried und Enrico begutachten Neuanpflanzungen 
     Autointerview auf der Fahrt nach Saigon
     Einsatz in allen Lagen
     Kaffeeverkostung - "Experten" im Gespräch
     Notizen im ersten Wohnhaus für Arbeiter 
    Interview im Konferenzraum Viet Duc 
     Interview mit dem Repräsentanten für Sachsen Anhalt und Thüringen in Vietnam Herrn Walde
     Unsere ständigen Beobachter Rigo und Barbara
    Rigo auf Fotojagd 
    Veteranen im Gespräch 
    Truc informiert sich über Neuheiten der Kaffeebranche
     
     

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    Zukunftsperspektiven für Unternehmen in Vietnam

    Wir haben einen Experten für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten in unser Hotel eingeladen und ihn befragt. Er ist bereits seit drei Jahren repräsentativ für Sachsen-Anhalt und Thüringen in der AHK Saigon tätig. 
    Warum gerade Vietnam ein lukrativer Kooperationspartner ist und was bei einer Firmengründung in Vietnam beachtet werden sollte, konnte er uns ausführlich schildern.

     Interview Herr Walde
    von Monique Pierard

    Das sind die letzten Informationen, die wir aus Vietnam berichten können. Wir sitzen auf gepackten Koffern. Ein gemeinsames Abendessen soll unseren zehn tägigen Besuch abschließen - ein gemeinsames Essen mit Freunden.

    Ich war nicht das letzte Mal in Vietnam.
    Es sind viele Freundschaften und Kontakte entstanden. Unzählige Informationen sind innerhalb kürzester Zeit auf mich eingestürmt. Diese möchte ich in Ruhe zu Hause verarbeiten (bei einer guten Tasse vietnamesischen Kaffee).

    Ich schließe mein Tagebuch aus Vietnam.

    Monique Pierard, 3/15/2015 10:35:00 AM Uhr
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  • Good "cold" Germany

    Auf die Stunde genau sind es nun vier Tage, an denen ich abends zu Hause wieder eingehüllt im Wollmuff sitze und meinen schwachen, selbstgebrühten Kaffee trinke. Ich sehne mich nach der Hitze und dem starken vietnamesischen Kaffee, der mich wie ein Duracell-Häschen auf Touren gebracht hat. Den könnte ich jetzt gebrauchen! Der Jetlag hängt mir noch in den Beinen. Ein wenig Sonnenschein konnte ich aus Vietnam nach Deutschland mitbringen. Aber die Wetteraussichten für die kommenden Tage zwingen mich Mütze, Schal und Regenschirm aus dem Schrank zu holen. In diesen Momenten erwische ich mich täglich bei einer Traumreise durch Vietnam. Dann erinnere ich mich an die schönen Erlebnisse und Eindrücke unseres Aufenthaltes - die freundlichen Menschen die ich kennenlernen durfte, die extremen Gegensätze zwischen Land- und Stadtleben, die facettenreiche und kitschige Natur, der Lärm, die Küste, die Hochhäuser von Saigon...

     Abflug vom Frankfurter Flughafen nach Ho Chi Minh City
     Nachts in Saigon
     Meine Dolmetscherin Truc
     Enrico, Siegfried und Tam in einem Kaffeelager der vietnamesischen Firma Vina Cafe
     "Ein Bett im Reisefeld" 
     Wiedersehen in Buon Ma Thuot - Siegfried trifft seine Freunde aus Vietnam
     Der bekömmliche Reisschnaps 
     Siegfried in einer vietnamesischen Schule
     
     

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    Ein Abschied heißt -  nicht für immer zu gehen...

    Genau dieser Satz ging mir gefühlte 1000 Mal durch den Kopf während unserem Abschiedsessen in Saigon. Den Tränen nah, versuchte ich mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die letzten Augenblicke mit dem Team in Vietnam genießen, damit ich sie lange in Erinnerung behalte. 
    Truc und Long hatten uns in ein vegetarisches Restaurant eingeladen. Erste Proteste aus der Männerwelt. "Wir wollen Fleisch"! Aber dieses Mal hatten unsere Gastgeber das Sagen am Tisch. Während ich mir in Vietnam fast täglich anhören konnte, ich soll doch nicht nur Reis und Gemüse, sondern auch Fleisch essen, war der geschmackliche "AHA" Effekt seitens der Männer in einem vegetarischem Lokal nicht zu überhören. Lecker und schmackhaft auch ohne Fleisch. Erstaunlich, wie leicht es manchmal ist, über seinen Schatten zu springen. Fast so einfach, wie ein schwarz gefärbtes, fermentiertes Ei zu essen. Aber nur fast.
    Kaum hatte ich etwas im Magen ist das eingetreten, worauf ich gern verzichtet hätte. Sven stand auf und hielt die ersten Dankes- und Abschiedsworte an unsere Dolmetscher. Aus! Die Tränen schossen quer über den Tisch. Holger schob mir seinen Fotoapparat zu. "Fotografiere, um dich abzulenken". Ja ich habe fotografiert. Und wie. Ich habe nur nicht gesehen was, da ich wahllos auf den Auslöser gedrückt habe während ich bitterlich weinen musste. Knips. Durch meine verschwollenen Augen konnte ich erahnen, dass Sven die von uns unterschriebenen Grußkarten an Truc und Long überreichte. Knips. Holger bedankte sich ebenfalls im Namen des gesamten Teams und gab den Beiden zwei externe Festplatten, gefüllt mit all unseren Bildern aus Vietnam. Knips. Siegfried stand auf. Mit Tränen in den Augen bedankte er sich für dieses unbeschreibliche Abenteuer und, dass er seine letzte Reise nach Vietnam mit uns gemeinsam antreten konnte. Schluchzen. Knips. Eine unendliche Geschichte. Ein Wasserfall floss über mein Gesicht. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber irgendwann war auch ich an der Reihe. Gesagt habe ich nicht viel. Das musste ich auch nicht. Meine innige Umarmung hat jeder verstanden. 


     Abschiedsessen in Saigon
     Die letzten gemeinsamen Stunden in Saigon
     Eine Umarmung sagt mehr als tausend Worte
     
     

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    ... irgendwann wird man sich wiedersehen

    Auf dem Rückflug hatte ich elf Stunden Zeit um zu realisieren, was wir innerhalb kürzester Zeit in Vietnam erleben durften. Ich bin stolz, dass ich ein Teil dieses unglaublichen Teams sein durfte. Jeder ein Spezialist auf seinem Gebiet. Alle konnten wir voneinander lernen. Am meisten aber von unserem Siegfried. Er hat uns gezeigt, was Solidarität, Freundschaft und Gemeinschaftssinn auf Erden bewirken kann. Der Krieg ist nunmal nicht immer der bessere Kaufmann.

    Meine Truc, mein dünner Bambus - ich vermisse sie sehr. Sie ist mir während unserer zehn Tage ans Herz gewachsen. Wie eine kleine Schwester, die ich nie hatte. Mein Bindeglied zwischen der deutschen und vietnamesischen Kultur. In ungefähr zwei Wochen fliegt sie wieder zurück nach Bielefeld. Dann steht einem erneuten Treffen nichts mehr im Weg. Ich zähle bereits die Stunden. Wir beide haben uns am Flughafen in Saigon geschworen, diesen Kontakt aufrecht zu erhalten und die Deutsch-Vietnamesische Verbindung durch unsere Freundschaft weiterhin im Herzen zu tragen. 
    In diesem Sinne - Long sống tình bạn - Es lebe die Freundschaft!




    Freunde für die Ewigkeit - Truc und Monique 


    Monique Pierard, 3/19/2015 5:21:00 PM Uhr
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  • KUNSTAUSSTELLUNG VIETNAM

    Seit gestern ist es offiziell.
    Die Kunstaustellung zum Thema Vietnam
    findet in dem Zeitraum vom 16.05.2015 bis 03.10.2015 im Künstlerkeller Freyburg statt. http://www.kuenstlerkeller.de/
    Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich kann jetzt schon verkünden, dass bei unserer Eröffnungsveranstaltung am 16.05.2015 neben einigen Mitgliedern unserer Gruppe, ein ganz besonderer Gast anwesend sein wird. Mehr möchte ich nicht verraten.

    Rückblick

    Während meiner Vietnamreise mit einem MDR Drehteam vom 04.03.2105 bis 15.03.2015 hatte ich regen Kontakt mit dem Maler Herr Gerhard Sachse aus Mücheln und der Jungkünstlerin Frau Stephanie Binas aus Balgstädt. Ihnen schilderte ich meine Eindrücke und Erlebnisse aus Vietnam und sammelte fleißig Dinge, die mir vor den Füßen lagen. Diese zahlreichen Informationen und Materialien verabeiten Herr Sachse und Frau Binas zu künstlerischen Bildern und Collagen, welche zur Eröffnungsveranstaltung am 16.05.2015 im Freyburger Künstlerkeller feierlich präsentiert werden.

    Neue-Alte Liebe Vietnam...

    Denn selbst der Maler Herr Gerhard Sachse hat seine Leidenschaft zu Vietnam bereits zu DDR Zeiten auf´s Papier gebracht. 1986 entstanden seine ersten Künste zum Thema Vietnam. Seine Passion zu diesem Land kann er nun erneut aufleben lassen. 

    Wir sind gespannt auf die folgenden, künstlerischen Werke von Herrn Sachse und Frau Binas und laden Sie recht herzlich zur Ausstellung im Künstlerkeller Freyburg ein.

    Vietnamesisches Mädchen - Mischtechnik mit Folie, 50x65, 1986 Gerhard Sachse
    Schutzlos Agent Orange - Tusche und Aquarell, 50x60, 1986 Gerhard Sachse
    Inferno Vietnam - Tusche-Aquarell, 50x65, 1986 Gerhard Sachse
     
     

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    Monique Pierard, 3/26/2015 3:20:00 PM Uhr
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